
NATHALIE HESSLER
Heilpraktikerin für Psychotherapie
Traumatherapie - Wenn Vergangenes im Heute weiterwirkt
Manche Erfahrungen liegen lange zurück - und wirken dennoch bis in die Gegenwart. Vielleicht durch Ängste oder innere Anspannung, durch das Gefühl, ständig funktionieren zu müssen, durch Schwierigkeiten in Beziehungen oder das Erleben, in bestimmten Situationen immer wieder ähnlich zu reagieren.
Nicht immer ist dabei sofort erkennbar, dass heutige Belastungen mit früheren Erfahrungen zusammenhängen können.
Traumatherapie bedeutet für mich deshalb zunächst, gemeinsam zu verstehen:
Was wirkt heute noch? Welche Schutzstrategien haben sich entwickelt? Was hat Ihnen geholfen, schwierige Erfahrungen zu bewältigen - und was davon schränkt Sie heute vielleicht ein?
Dabei orientieren wir uns an Ihrem Tempo, Ihrer aktuellen Lebenssituation und an den Fähigkeiten und Ressourcen, die Sie bereits mitbringen.
Traumatische Erfahrungen können sehr unterschiedlich sein. Häufig sind sie mit einem Erleben von starker Bedrohung, Hilflosigkeit, Ohnmacht oder Kontrollverlust verbunden und überfordern in diesem Moment die Möglichkeiten, das Erlebte ausreichend zu verstehen.
Therapeutische Verfahren
Je nach Anliegen und Therapieverlauf arbeite ich mit unterschiedlichen traumatherapeutischen Methoden.
Welche Vorgehensweise sinnvoll ist, entscheiden wir individuell - orientiert an Ihrer Situation, Ihren Zielen, Ihrem Tempo oder Ihren vorhandenen Ressourcen.
Wie können sich traumatische Erfahrungen heute bemerkbar machen?
Manche Folgen sind deutlich erkennbar, andere zunächst weniger.
Möglicherweise erleben Sie:
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Erinnerungen, die sich immer wieder aufdrängen, Albträume oder Flashbacks
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Ängste, starke innere Anspannung oder erhöhte Wachsamkeit
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Rückzug, emotionale Taubheit oder das Gefühl von sich selbst abgeschnitten zu sein
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Scham- oder Schuldgefühle
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Schwierigkeiten, anderen zu vertrauen oder Nähe zuzulassen
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Ein starkes Bedürfnis nach Kontrolle
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Schwierigkeiten, eigene Grenzen wahrzunehmen oder zu vertreten
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Wiederkehrende Beziehungsmuster, die Sie sie eigentlich verändern möchten
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Das Gefühl funktionieren zu müssen, oder für vieles verantwortlich zu sein
Nicht jedes dieser Erlebnisse bedeutet automatisch, dass eine Traumafolgestörung vorliegt.
Gemeinsam können wir schauen, wie Ihre Beschwerden einzuordnen sind und welche Form der Unterstützung für Sie sinnvoll ist.
Wie ich Traumatherapie verstehe
Traumatherapie bedeutet nicht, belastende Erfahrungen möglichst schnell oder möglichst detailliert erzählen zu müssen. Oft geht es zunächst darum, heutige Reaktionen besser zu verstehen, innere Stabilität zu fördern,
vorhandene Ressourcen wieder zugänglich zu machen.
Psychoedukation, Stabilisierung und Ressorucenarbeit sind dabei wichtige Bestandteile der Therapie. Wenn eine gezielte Verarbeitung belastender Erinnerungen sinnvoll ist, entscheiden wir gemeinsam, wann und mit welchem Verfahren wir diesen Schritt gehen.
Sie bestimmen mit, wie schnell wir vorgehen und wieviel Sie erzählen möchten. Ein behutsames, transparentes und an Ihrer aktuellen Belastbarkeit orientiertes Vorgehen ist für mich ein wesentlicher Bestandteil traumatherapeutischer Arbeit.
Was ist ein Trauma
Lösungsorientierte Traumatherapie
Die lösungsorientierte Traumatherapie nach Hélène Dellucci stellt Stabilität, Sicherheit und vorhandene Ressourchen in den Mittelpunkt. Sie ermöglicht ein behutsames Vorgehen, ohne belastende Erfahrungen unnötig detailliert erzählen zu müssen.
EMDR
EMDR ist ein traumatherapeutisches Verfahren zur Verarbeitung belastender Erinnerungen. Ziel ist nicht, Erlebtes zu vergessen, sondern die damit verbundene emotionale und körperliche Belastung zu reduzieren.
Ego-State-Therapie
Die Ego-State-Therapie arbeitet mit unterschiedlichen inneren anteilen und ihren jeweiligen Bedürfnissen und Schutzstrategien. Sie kann helfen, innere Konflikte besser zu verstehen, Resoourchen zugänglich zu machen und neue Handlungsmöglichkeiten zu entwickeln.
Stabilisierung &
Ressourcenarbeit
Sicherheit und Stabilität bilden eine wichtige Grundlage traumatherapeutischer Arbeit. Gemeinsam stärken wir vorhandene Ressorucen und entwickeln Möglichkeiten mit belastenden Gefühlen und Reaktionen besser umzugehen.
Trauma, Körper & Sexualität
Sexualisierte Gewalt und sexuelle Grenzverletzungen können sich auch auf Körpererleben, Nähe, Intimität und Sexualität auswirken. Durch meine Weiterbildung in systemischer Sexual- und Paartherapie kann ich diese Themen fachlich fundiert in die traumatherapeutische Arbeit einbeziehen.